7. Swim&Run – SC Prinz Eugen München – Post-Race Post

Beitragsbild - Swim&Run Prinz Eugen München

Spontane Swim&Run Premiere über die Sprintdistanz!

Der Sportclub Prinz Eugen München veranstaltete nun schon zum 7. Mal seinen Swim&Run. Vor einer guten Woche bin ich durch Zufall auf diese Veranstaltung im Osten der Stadt aufmerksam geworden. Die Distanzen des Hauptrennens sind mit 500 Meter Schwimmen und 5K Laufen adequät, so daß ein derartiger Swim&Run auch spontan machbar ist. Es gibt da ja ganz andere Veranstaltungen … 😉

Als ich meine Startnummer schon sehr früh an diesem Sonntag abholte, ging bereits die erste Startgruppe auf die Laufstrecke! Ich war überrascht, es waren die Teilnehmer des Swim&Run der Gruppe Schüler D. Sieben oder acht Jahre alte Mädchen und Jungs lieferten sich spannende Duelle über 400m auf dem Asphalt! Finde ich wirklich super, daß durch derartige Veranstaltungen auch Schüler und Jugendliche gefordert und gefördert werden! Chapeau Prinz Eugen!

Bei der Anmeldung mussten alle Teilnehmer Ihre zu erwartende Schwimmzeit angeben und wurden demnach in Ihre Startgruppen eingeteilt. Mit meinen angepeilten 8:00 Minuten gehörte ich wohl zu den schnelleren Schwimmern und startete im vorletzten Lauf 36 auf der Bahn 5-2.

Schwimmstart.

Da zwischen den Läufen nur ca. 3 Minuten Zeit lagen, war kein Einschwimmen möglich. Also sollte es gleich von 0 auf 180 gehen. Ich streifte mir die grüne Badekappe des Veranstalters über, glitt ins Becken und hielt mich mit einer Hand am Rand fest. Einige Sekunden später ertönte der Startpfiff und 14 Athleten durchpflügten das Wasser!

Swim&Run Prinz Eugen - Lauf 36 - Außenbahn
Swim&Run Prinz Eugen – Lauf 36 – Außenbahn

Die ersten zwei Bahnen konnte ich mit meinem direkten Mitstreiter auf 5-1 noch mitschwimmen, doch dann musste ich abreißen lassen. Langsam und unaufhaltsam entfernte er sich von mir. Nach der vierten Bahn – also nach 100 Metern – fand ich mein Tempo und konnte einen halbwegs sauberen Stil schwimmen. Nach weiteren 200 Metern wurden die Arme schwer und das Laktat begann in den Muskeln zu schmerzen. Meine Bewegungen wurden steifer und unsauberer und vermutlich wurde ich auch langsamer.

Blöderweiße war dies auch der Zeitpunkt, als meine Schwimmbrille mit Wasser voll lief. Schon vor dem Schwimmstart merkte ich, daß mir die Badekappe etwas zu eng war. Im Laufe des Schwimmens rutschte die Badekappe immer weiter nach oben. Die Riemen der Schwimmbrille rutschen mit, bis die Brille keinen Halt mehr hatte. Also stop! Brille runter, Badekappe vom Kopf und aus dem Becken geworfen, Schwimmbrille justiert und weiter geschwommen! Die letzten 200 Meter waren hart und ziemlich ausgepumpt schlug ich nach 8:23 Minuten am Beckenrand ab. Mit Mühe hiefte ich mich aus dem Becken und bekam direkt im Anschluss meine Referenz für den Jagdstart auf den Arm geschrieben.

Wechsel.

Eine gute dreiviertel Stunde Zeit blieb noch bis zum Laufstart. Also kurz durchschnaufen, abtrocken, Gel und Iso zuführen, Laufklamotten an und raus zum warmlaufen. Der Wind pfiff ganz ordendlich, aber nichts im Vergleich zum Vortag. Da ich die Laufstrecke nicht kannte, lief ich die 2,5k lange Runde ganz locker ab. Der Untergrund war durchgehend geteert und leicht profiliert. Die Temperaturen mit ca. 12 Grad ideal und dem Wind musste nur an einer längeren Gerade die Stirn geboten werden. Schon während des Einlaufens spürte ich die ungewohnte Reihenfolge der Disziplinen. Mein Armschwung war aufgrund des Schwimmens eher träge. Meine Körpermitte nicht mehr ganz so stabil wie gewohnt.

Jagdstart.

Swim&Run Prinz Eugen - kurz vor dem Ziel!
Kurz vor dem Ziel!

Alle Athleten reihten sich im Startbereich gemäß Ihrer Schwimmergebnisse ein. Die überdimensional großen Lettern der Stopuhr zeigte die beste Schwimmzeit – 06:12!!! Nach dem Startschuß ging der Führende als erster über die Linie. Im sekundengenauen Abstand Ihrer Schwimmzeit folgten die restlichen Athleten. Als die Stopuhr bei 8:23 angekommen war, startete ich an 28. Position. Schnell hatte ich den ersten Kilometer in einer flotten 3:45 Pace hinter mir gelassen. Es mussten zwei Runden a 2,5k gelaufen werden, wobei jede Runde drei 180 Grad Wendepunkte hatte. Das kostete einerseits Kraft, da man fast auf Null runterbremsen musste. Auf der anderen Seite bot sich eine hervorragende Rennübersicht.

Nach der ersten Runde hatte ich einige schnelle Schwimmer überholt und spürte nun auch die hohe Geschwindigkeit. Ich nahm für einige Hundert Meter etwas raus. Bei Laufkilometer 3 überholte mich ein Athlet – es sollte zwar der einzige sein – jedoch ahnte ich Ungutes. Ich erhöhte mein Tempo, versuchte Blickkontakt zu halten und hoffte einfach, daß er nicht in meiner Altersklasse sein würde. Fehlanzeige, wie sich später heraus stellen sollte. Die letzten 1.000 Meter taten einfach nur weh. Die Muskulatur brannte, das Atmen fiel schwer. Es zählte nur noch der Zielstrich. Auaaaa!!! Warum tue ich mir das immer wieder an! Ja, solche Gedanken kommen … und weichen spätestens ein paar Minuten nach dem Zieleinlauf purer Freude! 🙂

Im Ziel.

Die Stopuhr zeigte 27:32 Minuten als mich das Piepsen der Zeitnahme im Ziel begrüßte! Völlig ausgepumpt lief ich erst einmal weiter und brauchte einige Minuten bis ich wieder Luft bekam. Bei Sprintdistanzen ist man bekanntermaßen die meiste Zeit im roten Bereich … puuhh! In meinem Falle waren es nun 19:09 Minuten für die knappen 5k. Die GPS-Aufzeichnungen vieler Athleten zeigten an, daß die Laufstrecke ca. 100 Meter kürzer war. Meine Suunto Ambit startete ich natürlich mal wieder zu spät, so daß meine GPS-Aufzeichnung noch weniger Gesamtstrecke aufzeichnete – aber auch weniger Zeit 🙂

Swim&Run Prinz Eugen - Edelmetall zur Premiere
Edelmetall zur Premiere

Am Ende durfte ich sogar mit dem 16. Gesamtplatz auf das Siegertreppchen und erreichte den 2. Platz in meiner Altersklasse. Der 1. Platz meiner Altersklasse ging natürlich an besagten Athleten, der mich auf der Laufstrecke überholt hatte …  gngngngnn … 13 Sekunden trennten uns am Ende voneinander. Nichtsdestotrotz, ein gelungender Einstieg in´s Multisport-Format Swim&Run!

Die vollständigen Ergebnisse gibt es hier:
http://www.swim-run-muenchen.de/images/pdf/2017/swim-n-run_2017.pdf

Da in dieser Saison mein Fokus aufgrund Zeitmangel auf der Olympischen Triathlon Distanz liegen wird, war dieser Swim&Run eine ganz gute Standortbestimmung. Meine Schwimmleistung war schon mal besser und ist dem geringen Training nach optimierungswürdig. Vor allem fehlt es mir daran in hoher Geschwindigkeit eine saubere Technik über längere Zeit aufrecht zu erhalten. Mit meiner Laufleistung bin ich hingegen sehr zufrieden. Auf knappe 5k gute 19 Minuten zu rennen ist für mich eine gute Zeit. Vielleicht klappt ja der 10er bei einem Triathlon noch mal unter 40 Minuten … wäre schön!

In diesem Sinne: TRAIN ON!

Swim&Run München

Typ: Swim&Run

Distanz: 0,5 – 5 k

Datum: 19. März 2017

Nenngeld: 24 €

Schwimmstrecke:

25m Becken im Heinrich-Heine-Gymnasium

Laufstrecke:

2 Runden, gepflasterter Gehweg sowie geteerter Parkweg und Strasse

Organisation
80%
Strecke
60%
Publikum
60%
Erlebnis
75%
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